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Donnerstag, der 11.03.2010
Forschung gegen das Aussterben
Friday, 26. October 2007

Foto: J. Sommerhalder
Foto: J. Sommerhalder
Eine neue Studie soll den massiv bedrohten mittelamerikanischen Laubfrosch Cruziohyla calcarifer vor dem Aussterben in freier Wildbahn retten.

 

Ausserdem sollen Anhaltspunkte für eine möglichst artgerechte Haltung und Fütterung dieser Art in Gefangenschaft gewonnen werden. Biologen der University of Manchester und Frosch-Experten des Chester Zoo wollen untersuchen, inwieweit Umgebungs- und Nahrungs-Einflüsse die Entwicklung und das Verhalten dieser Art beeinflussen. Dabei werden Feldstudien in den originalen  Habitaten Costa Ricas kombiniert mit Beobachtungen an einer im Chester Zoo gehaltenen Gruppe, die als "Backup" der letzten, extrem bedrohten Freiland-Populationen zu einer fruchtbaren Zuchtgruppe aufgebaut werden soll.

 

"Abgesehen von einigen gut erforschten Säugetieren wissen wir erstaunlich wenig über die natürliche Ernährung vieler Wildtiere." erklärt Dr. Richard Preziosi, Dozent an der University of Manchester. "Die Diät von Cruziohyla calcarifer hat aber Einfluss auf die Färbung dieser Tiere, welche wiederum ihr Brutverhalten bestimmt."

 

Die Etablierung von Stützzuchten für bedrohte Amphibien ist derzeit rund um den Globus im Gange, denn seit einigen Jahren wütet ein ebenfalls weltumspannendes Froschsterben und macht die Amphibien zur generell am stärksten gefährdeten Tiergruppe der Erde. Verursacher dieses weltweiten Sterbens sind die globale Erwärmung sowie ein sich extrem schnell ausbreitender Pilz der Gattung Batrachochytrium, der bei Amphibien eine schwere Haut-Krankeit (Chytridiomykose) auslösen kann. (js)

 

Links:

Original-News (Universiy of Manchester)

Story zum weltweiten Froschsterben (20Minuten) 

Infos zur Chytridiomykose (IVD GmbH) 

 
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