


| Hoffnung für den Iberischen Luchs |
| Wednesday, 31. October 2007 | |
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Eine neu entdeckte zentral-spanische Population des Iberischen Luchses gibt nue Hoffnung für seine Erhaltung. Nur noch 110 Exemplare beträgt der gesicherte Bestand der seltensten aller Raubkatzen der Erde. Die ursprüngliche Verbreitung des Iberischen Luchses (Lynx pardinus) schloss ganz Spanien und Portugal ein. Die wenigen heute noch existierenden Restpopulationen sind weit über die Iberische Halbinsel verstreut und voneinander getrennt. Jetzt wurde im zenral-spanischen La Mancha eine neue, bisher unbekannte Population von Lynx pardinus entdeckt.
Der Iberische Luchs hat sich auf das mediterrane Buschland spezialisiert. Dies wurde ihm zum Verhängnis, denn die ursprüngliche Ausbreitung dieses Lebensraums wurde durch Besiedlung und Modernisierung der Landwirtschaft auf wenige, stark fragmentierte Restbestände reduziert. Das Überleben des Iberischen Luchses steht zudem im direkten Zuammenhang mit seiner Hauptnahrung, dem Wildkaninchen. Dieses leidet ebenfalls massiv unter schrumpfenden Lebensräumen, ausserdem wurde es durch Bejagung und Krankheiten wie die Kaninchen-Seuche Myxomatose dezimiert - und mit ihm der Luchs. Der EU-subventionierte Strassenbau sorgt für weitere drastische Ausfälle unter den Katzen: Viele Tiere verenden als Verkehrsopfer.
Nur noch etwa 25 wildlebende Weibchen sind dazu in der Lage, Junge zu gebären, daher gibt die neu entdeckte Population Anlass zu vorsichtigen Hoffnungen, denn ihre Gene könnten für die übrigen, versprengten, und inzuchtgefährdeten Insel-Populationen von grosser Bedeutung sein. (js)
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