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Dienstag, 11. Dezember 2012

Briefe von den Phillippinen: 11.12.2012


Hallo mal wieder.

Die ganzen Erdbeben und Stürme neuerdings, die allesamt Panay doch recht großzügig verschont haben, haben mich nachdrücklich daran erinnert, dass ja bald die Welt untergehen soll. Und da stellt sich berechtigte Frage, wo sich die Apokalypse am besten verbringen lässt! Ich glaube, das kommt auf den Einzelfall an.

Im Falle eines Asteroiden-Einschlags hab ich hier ausgeschissen. Denn der folgende Feuerregen und die giftigen Dämpfe erfordern einige Tage Aufenthalt in einigermaßen festen und luftdichten Räumen, was man hier voll vergessen kann. Zwar wohne ich hier nicht im Bambus-Haus (bei Feuerregen nicht so das Wahre), aber luftdicht ist hier gar nichts, hier kommen nicht nur Schaben, Geckos und Spinnen rein, sondern auch Katzen, wenn sie wollen. „Luftdicht“ ist das nicht wirklich. Und wenn das Ding im Pazifik einschlägt, dann spielt es auch keine Rolle, in was für einem Haus ich wohne, ob ich in Pandan, auf der Station oder sonstwo bin. Der über einen halben Kilometer hohe Tsunami wird nicht viel von den Phillies übriglassen. Fazit: Asteroiden-Einschlag – ganz schlecht.

Bei einer Pandemie sieht es schon besser aus. Zunächst einmal stimmt es zwar, dass man in Deutschland eine bessere medizinische Versorgung hat, aber unser Katastrophen-Management ist unter aller Sau, und wenn es erstmal drunter und drüber geht, kriegen eh nur die Reichen was ab. Hier kann man mit verhältnismäßig wenig Geld fast alles Medizinische kaufen. Außerdem starten die Pandemien meist hier in Asien, also bin ich sicher schon teilimmunisiert. Im Fall des Falles verdrücke ich mich auf die Station und wir verbarrikadieren die Felsenstelle am Bulanao-Trail, so dass keiner mehr durchkommt. Fazit: Pandemie – da huste ich mir einen.

Erdplattenverschiebung und Vulkanausbrüche: das gilt hier nicht als Weltuntergang, haben wir jeden Tag…

Mein Lieblings-Armageddon ist aber die Zombie-Apokalypse. In dem Fall würde ich nirgends anders sein wollen als hier. Bei dem ganzen Tötungs-Werkzeug, an das man hier rankommt, kann man nach Lust und Laune Zombies metzeln. Das wird ein Spaß! Und wenn es deren doch zuviele werden, dann geht’s halt auf die Station. Den Bulanao-Trail können die eh nicht hochtorkeln, zumindest nicht ohne an strategisch günstigen Stellen abgefangen zu werden. Und eine Zeitlang überleben kann man da oben schon auch ohne Versorgung, das haben wir ja ob des Dilettantismus des Typen unten im Dorf schon zur Genüge üben können. Am (untoten) Leben groß ändern wird sich hier eh nichts, wird genauso sein wie jetzt… Fazit: Zombie-Apokalypse: au ja!

Ich bin schon mitten in den Vorbereitungen – für meine Reise in den Süden der Philippinen. Denn vermutlich wird mir die Welt den Gefallen nicht tun und zu Zombieland werden, dann kann ich auch gleich Deroplatys und Haania suchen gehen. Lieber den Spatz in der Hand, ne?

In diesem Sinne,

VGC


 



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