Insektenboerse '18

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Samstag, 28. August 2010

Medizin aus Froschhaut


Die Hautdrüsen der Amphibien (Bild: Azurblauer Pfeilgiftfrosch, Dendrobates tinctorius, © Jürg Sommerhalder) produzieren Giftcocktails unterschiedlichster Zusammensetzungen. Sie können Alkaloide, Steroide, biogene Amine und Peptide enthalten und haben allesamt die Haupt-Aufgabe, die dauerfeuchte Frosch-Haut vor Pilz- und Bakterienbefall zu schützen.

Die Hautdrüsen der Amphibien produzieren unter anderem keimtötende Stoffe, denen schon lange medizinisches Potential nachgesagt wird. Problematisch war bislang jedoch unter anderem die auch für den Menschen toxische Wirkung dieser Stoffe. Nun ist es erstmals gelungen, antibiotisch wirkende Stoffe aus der Amphibienhaut künstlich nachzubauen und dabei so zu verändern, dass ihre kontra-indikatiorischen Wirkungen aufgehoben werden. Insbesondere gegen antibiotika-resistente Stämme von Staphylococcus aureaus könnten die rekonstruierten Proteine helfen, und zwar schon bald: Klinische Tests sollen bereits in den nächsten fünf Jahren durchgeführt werden. (jso)

Quelle: American Chemical Society ACS