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Sonntag, 10. Oktober 2010

Shortcuts: 28.09.2010 - 10.10.2010

News-Querschnitt September/Oktober 2010


Kolkrabe (Corvus corax), Foto: R. Altenkamp

 

28.09.10

 

Sporen im Aufwind

Pilze bedienen sich mittels eines einfachen Tricks der Gesetze der Aerodynamik, um ihre Sporen besser zu verteilen: Sie schleudern innerhalb weniger Sekundenbruchteile Abertausende Sporen empor. Die ersten setzen dabei die Luftmoleküle, auf die sie treffen, ebenfalls in Bewegung und erzeugen so Aufwind, den die nachfolgenden Sporen für sich nützen können. Zusätzlich haben die Sporen in der Mitte des aufsteigenden Pulks, quasi im Schattenwind der Vorderleute, mit massiv reduziertem Gegenwind zu kämpfen und können die so eingesparte Energie in zusätzliche Distanz umsetzen. (jso)
Quelle: Bild der Wissenschaft


29.09.10

Empathische Kolkraben
Kolkraben haben die Angewohnheit, Nahrungsvorräte anzulegen. Weil sie aber in Elendszeiten nicht nur auf ihre eigenen Vorräte zurückgreifen, sondern auch diejenigen von Artgenossen plündern, ist ein Kolkrabe darum bemüht, seine Vorratslager gut zu verstecken. Thomas Bugnyar von der Universität Wien ist nun durch Versuche mit zahmen Kolkraben zur Überzeugung gelangt, dass diese Tiere nicht nur überdurchschnittlich intelligent sind, sondern sogar über ein gewisses Mass an Einfühlungsvermögen verfügen. Sie merken sich genau, welcher Artgenosse ihnen beim Verstecken von Nahrung zugeschaut hat, sehen seine Plünderungen voraus und überwachen ihn gezielt. (jso)
Quelle: FAZ.NET

Krabben-DNS als Tektonik-Nachweis
Grosse Mengen an Salzwasser bilden für Süsswasser-Krabben ein unüberwindbares Hindernis. Trotzdem sind Arten des indischen Subkontinents sehr nahe mit solchen aus Südostasien verwandt, wie eine neue DNS-Untersuchung nachweist. Die Forscher schliessen aus diesen Resultaten, dass die Kontinentaldrift Indien so nahe an Südostasien vorbeiführte, dass sogar eine temporäre Landbrücke zwischen den beiden Platten bestanden hat. (jso)
Quelle: Bild der Wissenschaft


30.09.2010

Zuwachs für die Spinnentierfamilie
Gleich vier neue Arten aus der Verwandtschaft der Geisselspinnen entdeckte der Biologe Cahyo Rahmadi vom Indonesian Institute of Science auf Borneo. (jso)
Quelle: Focus online


01.10.2010

Posthumer Wachstumsschub für die Dinos
Eine neue Studie, in der amerikanische Biologen die Knochen der Schwesterngruppen Alligatoren, Strausse und Dinosaurier miteinander vergleichen, kommt zum Schluss, dass Dinos um bis zu 10% grösser waren, als bisher angenommen wurde. Übereinstimmende Knochenstrukturen deuten darauf hin, dass Dinos wie Strausse stark durchblutete und daher massiv verdickte Knorpelschichten an ihren Knochenenden hatten, was nebst dem erwähnten Einfluss auf die Körpergrösse der Tiere auch welchen auf ihre Motorik gehabt haben dürfte. (jso)
Quelle: Bild der Wissenschaft

Vergabe des Anti-Nopelpreises
Der IgNobel-Preis ist gemäss Selbstdeklaration des Preisverleihers ein Preis für Forschung, die einen zuerst zum Lachen, und erst dann zum Nachdenken bringt. Tatsächlich werden dabei in allen klassischen Nobelpreis-Kategorien besonders absurde, überflüssige erscheinende und heiterkeiterregende Arbeiten und Resultate ausgezeichnet. Heuer wurde etwa eine Studie prämiert, die sich mit der Verminderung der Glatteis-Unfallgefahr beim Tragen von Socken über den Schuhen auseinandersetzt, und eine andere, welche die mikrobiellen Gefahren untersucht, die von bart-tragenden Forschern ausgeht. (jso)
Quelle: spektrumdirekt
Link: Improbable research


04.10.2010

Erste marine Volkszählung
10 Jahre lang haben 2700 Wissenschaftler aus 80 Ländern an der Bestandesaufnahme mariner Lebensformen gearbeitet und präsentierten die Früchte ihrer Arbeit heute anlässlich einer Abschluss-Konferenz in London. Das Projekt "Census of Marine Life" registrierte 120'000 Arten, 1200 davon wurden im Laufe des Projekts neu entdeckt. (jso)
Quelle: Focus online


06.10.2010

Farbe erhöht Resistenz
Einer der Gründe für den evolutiven Erfolg der Papageien scheint ihr buntes Federkleid zu sein. US-Biologen weisen nach, dass Vogelfedern umso besser vor bakteriellem Zerfall geschützt sind, je mehr Federfarbstoff sie enthalten. Das Pigment namens Psittacofulvin ist für rote Federn verantwortlich und hat daneben stark anti-bakterielle Wirkung. Ähnliches gilt für das für Blau- und Grünfärbung zuständige Pigment Melanin. (jso)
Quelle: Bild der Wissenschaft


07.10.10

Tropische Ökoysteme unter Druck
Amerikanische Forscher kommen aufgrund einer Studie zum Schluss, dass tropische Ökosysteme stärker unter dem Anstieg der globalen Temperaturen leiden, obschon die Veränderungen in kalten und gemässigten Regionen stärker ausfallen. Sie begründen dies damit, dass die Stoffwechselrate von Organismen proportional zur Temperatur ansteigt. Der erhöhte Stoffwechsel erhöht natürlich den Nahrunsgbedarf und reduziert damit gleichzeitig die mögliche Energie-Menge, die in die Fortpflanzung gesteckt werden kann. (jso)
Quelle: Bild der Wissenschaft

Die Korallenriffe erbleichen
Die anhaltend hohen Wassertemperaturen setzen weltweit Korallen unter Druck. Bereits sind in Thailand, Sumatra und der Karibik massive Ausbleichungen registriert worden. Der Grund für das Ausbleichen liegt beim Absterben von Algen, mit denen die Korallen in Symbiose leben. Der aktuelle Zustand der Riffe weist Parellelen zur Korallenbleiche von 1998 auf, der weltweit mehr als 15% aller Korallen zum Opfer gefallen waren. (jso)
Quelle: Focus online


08.10.10

Empathische Neandertaler
Mittels der Auswertung hominider Skelettfunde zeichnet die Archäologin Penny Spikings von der University of York ein Bild der Entwicklung menschlichen Mitgefühls und belegt, dass Neandertaler keineswegs tumbe keulenschwingende Halbaffen, sondern uns auch in emotionaler Beziehung bereits recht ähnlich waren. (jso)
Quelle: epoc

Trickreiche Aronstäbe
Viele Pflanzen bedienen sich gefälschter Gerüche, um ihre Bestäuber anzulocken. Eine davon ist das Aronstab-Gewächs Arum palaestinum, wie der Österreicher Johannes Stökl jetzt herausfand: Die Pflanze macht sich die hohe Affinität von Taufliegen für Gerüche zunutze, die bei Hefe-Gärung entstehen. Auf ihrer fehlgeleiteten Suche nach ihrer Hauptnahrung Hefe geraten die Fliegen so in die betrügerischen Fänge der Blüten - und werden dort auch noch 24 Stunden lang festgehalten, ehe sie pollenbeladen dem nächsten falschen Duft nachjagen, um ihre Fracht wieder abzugeben. (jso)
Quelle: Bild der Wissenschaft


09.10.10

Kindergarten Klimapolitik
In Vorbereitung des nächsten Welt-Klimagipfels im Dezember in Cancun (Mexiko) findet in China dieser Tage eine internationale Klima-Konferenz statt. Ziel der 150 teilnehmenden Länder ist die Schaffung von Grundlagen für den Dezember-Gipfel. Doch wie üblich liegen sich die Hauptverursacher in den Haaren und schieben sich gegenseitig den Ball zu, anstatt sich sach- und zielorientiert auseinanderzusetzen. (jso)
Quelle: Yahoo